Parteitag

Da soll man über die „Linkspartei“ denken was man will (und das ist Jedermans Recht) ,aber was sich da wieder tut ,läßt mich nur mit dem Kopf schütteln.

Da tagt man im brandenburgischen Cottbus und es würde nicht mit rechten Dingen zugehen ,wenn nicht wieder (nach 19 Jahren) irgendwas finden würde.

Nun soll ein führenes Mitglied dieser Partei wärend seiner Arbeit als Rechtsanwalt in der DDR der „Stasi“ zugespielt haben.

Liebe Kreuzritter der sterbenden Demokratie !

Wir wissen mitlerweile alle ,das so einige Leute in der DDR von der Staatssicherheit besucht wurden und zur Mitarbeit „gebeten“ wurden.
Wir wissen auch ,das davon keine Behörde und keine Partei sich wirklich von frei sprechen kann!

Ich war immer für eine lückenlose Aufklärung der Vergangenheit ,aber da hatte irgendwann ein anderer Geheimdienst etwas dagegen!

Ich würde sogar behaupten ,das eine Zuarbeit zur Staatssicherheit nicht zwingend aus einem guten Menschen ein „fieses Tier“ machen müßte ,was nie wieder recht haben kann.

Man sollte die Rufe des Ostdeutschen Volkes mit „Stasi raus“ vom Herbst 1989 nicht falsch verstehen.
Hierbei wollte man sich nicht lediglich einer Behörde entledigen, sondern primär sich aus den Fängen befreien mit denen die Stasi damals ihre Einwohner erdrückte.

Da man heute unter „König Schäuble“ und co ,in ähnliche Systhematik abgleitet ,sollte man hier sehr vorsichtig sein mit Steinen auf ein verfallenes Glashaus zu werfen ,wärend um einen selbst ein ganz neues viel größeres entsteht.

In Zeiten des Bundestrojaners und der Vorratsdatenspeicherung ,sollte man sich nicht so einseitig kritisch stellen.

Ob nun „Kampf gegen den Terror“ oder „Kampf gegen den Repulikfeind“..beides scheint mir sehr fiktiv zu sein.

So sollte man nicht ständig sein Lager als total naiv hinstellen ,indem man auf 20 Jahre alter Argumentation herumreitet ,ohne sich mal in der eigenen Zeit umzusehen.

Für den Umgang mit der Vergangenheit kann ich da nur sagen.

Kann man jemanden eine Straftat nachweisen ,dann sollte man ihn vor ein Gericht stellen….wenn nicht dann sollte man ihn einfach in Ruhe lassen.

Wenn man hier keinen Unterschied machen will ,dann sollte man auch damit leben können ,wenn man in einem Deutschen immer auch einen Nationalsozialisten sieht.

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8 Responses to “Parteitag”

  1. deleted user sagt:

    Auf den berühmten treffenden Punkt gebracht!

  2. Susan sagt:

    Wieso eine Straftat nachweisen? In der DDR war das keine Straftat und mit welchem Recht will man keine Straftat hier ahnden, nur weil hier die Gesetze anders sind. Versteht mich Recht, ich finde es moralisch anrüchig, aber das vereinte Deutschland sollte keine Siegermentalität als Standarde tragen. Das vereinte Deutschland muss die Gesetze der DDR nicht in Ordnung finden, aber Bürger, die dort unter diesen Gesetzen gelebt haben und gewirkt haben unterstanden nicht dem heutigen Strafrecht.

    • Marcothien sagt:

      Ich meinte hier eher Dinge wie Folter oder gar Mord…so sind für mich Mauerschützen zu verurteilen ,weil man selbst in der DDR nur an die Grenze kam ,wenn man wußte das derjenige abdrückt.

      Alles was gegen kein Gesetz verstoßen hat ,sollte man einfach mal in ruhe lassen.
      Allen die hier die jeden IM mit Namen kennen wollen empfehle ich die Vergangenheit der NS Zeit..da liegt noch viel mehr unter dem Teppich und es liegt noch weiter zurück.

  3. Traeumer sagt:

    Stäuble übertrifft inzwischen seine östlichen Lehrmeister
    also wer im Glashaus sitzt – da geb‘ ich dir insoweit recht

    Mit dem keine Straftat – das ist mir eweng zu einfach – denn für diese Täter gilt ja DDR Recht und da waren die Regeln in dem Bereich ja durchaus nicht immer Rechtstaatlich

    • Marcothien sagt:

      Meines Wissens hatte die DDR sogar eine Verfassung ,die Mord (in jeder Form) unter Strafe stellt.(Sogar die Schüsse an der Mauer waren Illegal)
      Und verurteilte Mauerschützen wurden genau auf dieser Gesetzesgrundlage verurteilt..soviel ich weis.

      • Traeumer sagt:

        Bei den Mauerschützen hast du recht – aber der ganze andere Scheiß‘ –
        Stichworte ‚Privatspäre, Stasi, Verrat usw.‘ war irgendwie durch die DDR Gesetze gedeckt und wohl trotzdem ne so große Riesensauerei das ich keinen der da aktiv beteiligt war als Volksvertreter o. sogar mehr sehen möchte – auch wenn die alten Nazis es in den 50/60er Jahren wegen der Inkonsequenz der Amis teilw. bis in hohe Ämter geschafft haben ist das heute keine Rechtfertigung sowas heute wieder durchgehen zu lassen. Ich weis allerdings auch das viele ohne eigenes zutun auf diese Listen gekommen sind / schwierig da ganz durchzublicken.

        • Marcothien sagt:

          Ich weis nichtmal ,ob die ganzen anderen Sachen durchs Gesetz gedeckt waren ,oder ob es hier für manche Leute einfach nicht bindend war.
          Fakt ist ,das es mehrere Gerichtsbarkeiten gab und nicht jeder gleich war.
          Ich kann mich aber auch an keinen Satz in der DDR Verfasung erinnern ,der von der Würde des Menschen als unantastbares Gut spricht.
          Die Sprücheklopfer von damals will ich auch nicht als Volksvertreter haben ,aber im kleinen würde ich da schon differenzieren.
          Ansonsten wüßte ich nicht ,warum ein Stasi-Kraftfahrer heute nicht als Busfahrer arbeiten sollte und warum Leute ,die dem MfS Informationen haben zukommen lassen ,nicht heute auch arbeiten sollten.

          Sonst muß man Angst haben ,wenn man irgendwann mal auf dem Scheiterhaufen steht ,weil man Schäubles Bundestrojaner auf den eigenen PC gelassen hat ,obwohl man wußte ,das er spioniert.

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