Verlust 

Nach vier Tagen Gewissheit scheint die erste Welle der Trauer vorbei.

Irgendwie findet alles wieder seinen Gang und es wirkt so, als würde ihr Tod nun langsam hinter meinem Alltag verschwinden. Unzweifelhaft merke ich aber, das dies nur ein wegschieben unverdauter Gedanken und Gefühle ist. Ich glaube der Mensch ist drauf abgestimmt mit dem Trauerzustand nach ein paar Tagen erstmal abzuschließen und dan das Thema so weit wie möglich wegzuschieben, wo es einem ersträglicher ist, um wieder in den Alltag zurück zu finden und sich nicht noch länger von der Tatsache lähmen zu lassen.

Schon jetzt spüre ich jedoch, das diese Last nicht weniger wiegt, nur weil ich sie derzeit von meinen Schultern verbannt habe und nun als Koffer mit mir rumschleppe. Sicherlich fühlt es sich auf den ersten Eindruck leichter an, ist es aber in Wahrheit nicht. 

Schon jetzt weiß ich einfach, das mich die Realität ihres Todes immer wieder emotional heimsuchen wird.Es wird jeweils auch den richtigen Moment warten um dann Stück für Stück weiter verarbeitet oder erstmal begriffen zu werden.

Auch wenn es eine Fluch ist, erstmal einfach wegzusehen, um mit den Dingen nicht weiter konfrontiert zu werden , sind sie trotzdem noch da..und im innersten weiß man es.

Weggeguckt und abgelenkt fühle ich zur Zeit nur den Verlust, einen Menschen in meiner Nähe verloren zu haben.Sie fehlt nicht als Frau oder gar Ex-Freundin, sie fehlt als geistiges Gegenüber, was auf Wunsch meine Gedanken reflektiert.

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